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»Was zählten in den Tagen des großen Palavers um die Beschneidung theologische Finessen, die Rückbesinnung auf biblische Bilder wie die Vorhaut des Herzens, der nun einmal mit keinem Skalpell der Welt beizukommen ist? Nein, da wurden ganz andere Schlachten geschlagen. Nicht zuletzt der großflächige Einsatz der äußersten Waffe, des Totschlagarguments Antisemitismus, deutet auf die Dramatik eines Konflikts, den die Männer des Glaubens, nicht nur des jüdischen, mit allen verfügbaren Mitteln niederzuschlagen gedachten. Hätte die juristische Ächtung des religiösen Zwangsakts Bestand gehabt in unserem Rechtsstaat, dann wäre dies vermutlich der Anfang eines noch weit  umfänglicheren Showdowns gewesen. Da drohte nicht weniger als der Ausbruch eines Flächenbrands.«

»Einzig im Gottesstaat ist die gern beschworene Religionsfreiheit ein Spiel ohne Grenzen.«

Tilman Jens

Neue Kommentare

Detlef Schöne schrieb:
Sehr geehrter Herr Jens, am 09.02.2012 habe ich mir auf PHOENIX die Wiederholung der Sendung "Wie

Anke L. schrieb:
Sehr geehrter Herr Jens ! Durch einen großen Artikel in unserer Tageszeitung wurde ich auf Ihr Buch...

Marti Navick schrieb:
Lieber Herr Jens, Vielen Dank für ihr Buch, das uns ja nicht nur die Krankheit Demenz etwas erschließt,...

Bücher sind aus meiner Sicht nicht zuletzt dies: eine Einladung zum offenen, freimütigen, gern auch leidenschaftlich-kontroversen Dialog. Darum ist dieser Blog entstanden, der dazu animieren will, meine publizistischen Arbeiten, die Bücher, aber bei Bedarf auch meine Dokumentationen im Fernsehen, offen zu diskutieren. Ich werde, wenn es irgend möglich ist, umgehend antworten. Nur mit anonymen Einsendern tue ich mich schwer. Ich bin ein Freund des offenen Visiers. Das Gespräch ist hiermit eröffnet.