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36 Jahre nach meinem Abitur und den 15 Monaten Zivildienst als Hilfselektriker und Assistenzbibliothekar hat mich die Odenwaldschule wieder. Eigentlich ist es ja andersherum: Ich habe sie an der Backe – und werde sie nicht mehr los. Immer neue Spuren in die eigene Vergangenheit tun sich auf.

Für dieses Buch habe ich mit rund hundert Zeugen gesprochen. Mit alten Freunden, Experten, Beschuldigten, Opfern und Tätern. Ursprünglich wollte ich einen Text ausschließlich über den Missbrauch des Missbrauchs, über die falschen Verdächtigungen schreiben, über die Treibjagd, denen sich nun manch altgedienter Mitarbeiter ausgesetzt sieht. Doch der Fall liegt, bei genauerem Hinschauen, eben weit komplizierter …

»Freiwild« ist ein weit über den Einzelfall Odenwaldschule hinausweisendes Aufklärungsbuch, bei dem ich mit meinen Recherchen zwischen alle Fronten geraten bin.

Neue Kommentare

Marti Navick schrieb:
Lieber Herr Jens, Vielen Dank für ihr Buch, das uns ja nicht nur die Krankheit Demenz etwas erschließt,...

Eva Beyer schrieb:
Sehr geehrter Herr Tilman, wir arbeiten seit einiger Zeit in der Arbeit mit Angehörigen Demenzkranker....

Alexandra L. schrieb:
ich möchte ihnen und ihrer Mutter sehr dafür danken, dass Sie die Erkrankung ihres Vaters öffentlich...

Bücher sind aus meiner Sicht nicht zuletzt dies: eine Einladung zum offenen, freimütigen, gern auch leidenschaftlich-kontroversen Dialog. Darum ist dieser Blog entstanden, der dazu animieren will, meine publizistischen Arbeiten, die Bücher, aber bei Bedarf auch meine Dokumentationen im Fernsehen, offen zu diskutieren. Ich werde, wenn es irgend möglich ist, umgehend antworten. Nur mit anonymen Einsendern tue ich mich schwer. Ich bin ein Freund des offenen Visiers. Das Gespräch ist hiermit eröffnet.