Herzlich willkommen!

8. April 2009 von Tilman Jens

Mein Buch über die Erkrankung meines Vaters hat unerwartet heftige Reaktionen hervorgerufen. Böse Kritik, gelegentlich am Rande der Verleumdung, aber auch viel Zuspruch. Diese Webseite soll nun Lesern, Interessierten, Betroffenen, Freunden und Gegnern meines Textes ein Forum bieten, mit mir und untereinander über das Tabu und Reizthema Demenz, das allein in Deutschland Million betrifft, freimütig zu diskutieren. Ich bin gespannt und freue mich.

Tilman Jens

23 Kommentare »

23 Antworten zu “Herzlich willkommen!”

  1. Anke L. sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens !
    Durch einen großen Artikel in unserer Tageszeitung wurde ich auf Ihr Buch “Demenz” hingewiesen. Ich arbeite in der mobilen Altenpflege und für mich ist der Umgang mit Alzheimer und Demenz ein Tagesgeschäft. Für mich, fremder Person in der Familie, ist der geistige Verfall meiner Patienten immer wieder mehr als erschütternd mit anzusehen. Aber dennoch bedeutet mir der Umgang mit Demenzkranken sehr viel. Körperliche Gesten in Form von Streicheln der Backen, oder das sanfte Drücken der Hände der Patienten bewirkt neben einer ruhigen, stressfreien Stimme sehr viel. Es spielt sich vieles Zwischenmenschlich ab und es ist einfach wunderschön, wie toll das von vielen Angenommen wird. Ich versuche immer wieder, meinen Patienten zu zeigen, dass sie mir wichtig sind und sie es wert sind, dass man sich um sie kümmert. Bisher habe ich auf der Non-verbalen Ebene immer irgendwie einen “Draht” gefunden. Schlimm wird es, wenn man die Hilflosigkeit der Menschen erkennt und spürt. Sehr eindrucksvoll war für mich die daher die Arbeit der Naomi Feil. In einer Fortbildung durfte ich sie auf ihrer letzten Deutschlandtour begegnen und diese Frau ist meiner Meinung nach ein sehr wertvoller Mensch im Umgang mit Demenzkranken. Sie hat eine völlig demente Frau, die cerebral überhaupt nicht mehr vorhanden war, mit einem Lied, welches sie immer wieder ansang dazu gebracht, zu reagieren und mitzusingen. Erst war die Patientin sehr unsicher und leise und dann sang sie mit kräftiger Stimme und sehr laut! Es war herrlich anzusehen! Der Patientin liefen Tränen über die Wange und während sie sang, streichelte sie Frau Feil über die Wangen. “Danke”, sagte sie immer wieder. Herrlich.
    Herr Jens ich wünsche Ihnen viel Kraft und Geduld mit Ihrem Vater.
    Vor allem alles alles Gute und herzlichen Dank für Ihr Buch. Auch mir hat es in meiner Arbeit und in meinem Privatleben sehr viel “gebracht”! Danke

  2. Marti Navick sagt:

    Lieber Herr Jens,

    Vielen Dank für ihr Buch, das uns ja nicht nur die Krankheit Demenz etwas erschließt, sondern auch den “Nicht-Umgang” mit der deutschen Vergangenheit, mit unseren Wurzeln.
    HAben unsere Väter und Mütter und Institutionen – und nun in Folge auch wir – durch unser Schweigen, nicht-fragen-wollen,nicht-hingucken-wollen nicht diese Krankheit fast eingeladen?
    Eine hervorragende Ergänzung zu ihrem Buch ist “Wir Kinder der Kriegskinder” von Anne-Ev Ustorf. Dort finden sich viele Antworten auf unsere Warum-Fragen und viele Hinweise für uns als “nächste Generationen”.
    Mit freundlichen Grüßen,
    M.Navick, 50 J.(Vergangenes Jahr starb mein Vater an Demenz)

  3. Eva Beyer sagt:

    Sehr geehrter Herr Tilman,
    wir arbeiten seit einiger Zeit in der Arbeit mit Angehörigen Demenzkranker. Aus persönlichem Erleben heraus war es uns ein Anliegen, Menschen in einer solchen, mit aller Wucht hereinbrechenden Situation hilfreich zur Seite zu stehen. Auch wir haben alle Facetten dieser Krankheit erleben müssen und waren so unwissend, wie man es nur sein kann. Heute sind wir sehr froh, dass Demenz so nach und nach kein Tabuthema mehr ist. Es kann “jeden” treffen- vielleicht ist dies der Grund dafür?
    Sehr angetan sind wir von Ihrem Buch bzw. Hörbuch “Demenz-Abschied von meinem Vater”. Nur wer persönlich diese Krankheit erlebt hat, versteht
    Ihr Anliegen.
    Danke für diese Bereicherung.
    Für Sie und Ihre Familie alles, alles Gute.
    Freundliche Grüße
    Eva und Holger Beyer
    VBAD e.V.

  4. Alexandra L. sagt:

    ich möchte ihnen und ihrer Mutter sehr dafür danken, dass Sie die Erkrankung ihres Vaters öffentlich gemacht haben. Über die letzten beiden Jahre war es mir immer eine Hilfe, an ihre Familie und ihren Vater zu denken. Meine Mutter hat auch vask. Demenz. Ich komme gut mit ihr aus, und wir haben schöne Zeiten zusammen. Doch das Pflegesystem (Heim, amb. PFD, Ärzte, Verwaltungsaufwand etc.) drum herum ist ein Alptraum. Wie sicher Tausende andere wünschte ich mir auch so eine bodenständige und herzliche Fr. Hespeler zu treffen.

    Über die letzten beiden Jahre habe ich gemerkt, dass man sich als Angehörige einerseits ja kümmern soll – aber nicht zu viel. Heime u. amb. PFD wurschteln da gerne in ihrer eigenen Grauzone rum, die man auf keinen Fall beleuchten oder gar kritisieren soll. Freunde und Verwandte des/der Erkrankten ziehen sich zurück. Ca. 75% der Bewohner in Altenheimen bekommen meiner Beobachtung nach kaum oder nie Besuch. Ab und an geht ein medialer Aufschrei durch die Presse, wenn mal wieder ein Pflegeskandal aufgedeckt wurde. Dass Sie als Verräter ihres Vaters hingestellt wurden, paßt für mich komplett in das doppelbödige Gesamtsystem. Ein W. Jens schimpft nicht lauthals herum oder trägt Windelhosen. Heime sind wundervolle Orte der Ruhe und Beschaulichkeit… bis man mal die Neuroleptikamengen mitbekommt, die da so verabreicht werden.

    Mit Ihrem Buch und Interviews haben Sie diesen Doppelboden o. Doppelmoral angegriffen und dafür bin ich Ihnen dankbar. Ich glaube, die Diskussion um Sie und ihren Vater hat viel bewegt.

  5. Renate Zellner sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens,
    noch einmal herzlichen Dank für Ihre Lesung am 5.12. in Lingen. Sie bedauerten, dass sich Ihrem Vortrag keine Diskussion anschloss.
    Die Zuhörer waren sehr betroffen, beeindruckt, nachdenklich und viele wissen, von was Sie gesprochen haben, ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer kennen z.T. Menschen mit Demenz.
    Die Diskussion findet seit Samstag in kleineren und größeren Gruppen statt. Dass Sie die Demenz, das “Gehen” eines vertrauten Menschen so eindeutig und unmissverständlich, trotzdem liebevoll beschreiben, hat uns erst mal stumm gemacht. Wir haben sehr viel mitgenommen.

    Vielen Dank
    M.f.G. Renate Zellner Sozialdienst kath. Frauen Lingen

  6. Tilman Jens sagt:

    Liebe Frau Ackermann,

    Dank für Ihren Hinweis auf Naomi Feil. Ich werd mir in den nächsten Tagen anschauen, was sie zum Thema geschrieben hat. – Und was das Babyfone angeht, das gehört seit einiger Zeit der Vergangenheit an, da mein Vater nun auch nachts pflegerisch betreut wird.

    Beste Grüße
    Tilman Jens

  7. Andreas Westerbarkei sagt:

    Noch ein Gedanke, der mich beim Lesen Ihres Buches als Theologe und Heilpädagoge bewegt:

    Was zählt am Ende des Lebens? Sie beschreiben auf den letzten Seiten “einen kreatürlichen Vater – einen Vater, der einfach nur lacht, wenn er mich sieht, der sehr viel weint und sich Minuten später über ein Stück Kuchen, ein Glas Kirschsaft freuen kann.”
    Aber da war ja doch der kluge und wortgewandte Mann, der für alle Lagen sein Wort trefflich machen konnte? Der Generationen von Studierenden beeindruckt hat? Vielleicht ist genau das für viele Zeitgenossen fast unerträglich – genau das auszuhalten. Das es am Ende wie am Anfang des Lebens nicht auf viele Worte ankommt.
    Am Ende des Lebens alles loszulassen, was im Laufe des Lebens zu lernen keineswegs leicht ist.

  8. Andreas Westerbarkei sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens,
    ich beschäftige mich seit vielen Jahren als Dozent mit dem Thema Demenz und versuche unzählige MAE-Kräfte und Fachkräfte in ihrem Engagement zu unterstützen, dement erkrankte Menschen in Heimen und Einrichtungen zu verstehen und zu begleiten. Wir stoßen in den Kursen oft sehr schnell an unsere Grenzen. Die Realität überfordert viele. Viele MAE-Kräfte werden seit Jahren von Job-Centern ins kalte Wasser geworfen, ohne das Krankheitsbild zu kennen. Dement erkrankte Menschen sind in viel zu großen Gruppen und Häusern untergebracht. Über eine ganz andere Art der Begleitung müsste ernsthafter und kritisch nachgedacht werden. Durchaus vergleichbar mit der Betreuung von Kleinstkindern, die auch nicht einfach in Kitas aufgefangen kann, solange der Betreuungsschlüssel und der bauliche Zustand nicht stimmig ist.

    Ihr Buch und die Auseinandersetzung mit Ihrem Vater und seiner Lebensgeschichte hat mich daher aus mehreren Gründen (auch als Vater von drei kleinen Kindern) bewegt.

    Phasenweise beim Lesen bei mir Sprachlosigkeit, wenn Sie ausdauernd über viele Seiten die Not beschreiben, zur eigenen manchmal verworrenen Geschichte stehen zu können. Vielleicht gab es Zeiten, wo das nicht geübt war? Ist das heute leichter? Ich wage das zu bezweifeln.

    Zu kurz gekommen ist für mich in Ihrem Buch vor allem die Alternative, die Sie erst am Ende kurz aufzeigen. Was braucht der dement erkrankte Mensch, um in Würde leben und sterben zu können? Das Juliana-Modell oder Privat-Pflege, so schreiben Sie, müsste Standart sein. Doch wer kann sich das leisten?
    Beeindruckend, wie Ihr Vater jetzt ganz anders seinen Geburtstag feiert und erlebt – und wie ursprünglich und kreatürlich sein Leben in Demenz heute ist.

    Ihr Buch macht auf erschütterliche Weise deutlich, wie eng Demenz und Biografie zusammenhängen. Was ist am Ende des Lebens wichtig? Anders gefragt, was ist, wenn am Anfang des Lebens vieles nicht gelebt werden kann?
    Naomi Feil spricht von vier Aufarbeitungsphasen. Sie beschreiben am Ende des Buches eine Phase, die vielleicht Ihr Vater als Kind nicht erlebt hat und jetzt endlich geniessen und ausleben kann und darf…

  9. claudia ackermann sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens,

    als Ärztin und Betreuerin meiner demenzkranken Mutter kann ich vieles von dem, was Sie berichten, gut nachfühlen. Ihr Vortrag, den ich in Wangen hörte, hat mich sehr gerührt. Ich bewundere Ihren Mut, mit dem Elend dieser Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen und gleichzeitig aufzuzeigen, was an neuen- oder im Charakterpanzer verborgenen – Eigenheiten und Fähigkeiten zu entdecken ist. Ist Ihnen
    N a o m i F e i l ein Begriff, die die Theorie entwickelte, dass in der Demenz nachgeholt/wiederaufgenommen wird von dem, was im Leben versäumt wurde/ was den Menschen glücklich gemacht hat? (Sie lehrt noch in USA und auch in Deutschland)

    Als Ärztin, die zu den modernen Funktechnologien kritisch eingestellt ist, noch ein Hinweis: Schnurlos-Telefone,Mobiltelefone, Babyphone, W-LAN und andere mit Funk arbeitende Geräte haben eine verheerende Wirkung auf das Gehirn. Schon bei gesunden jungen Personen finden sich Ausfälle von Konzentration und Gedächtnis. Vielleicht lässt sich doch eine andere, z.B. kabelgebundene Lösung finden statt eines Babyphones!

    Mit freundlichen Grüßen,

    C. Ackermann

  10. Margarete Noack sagt:

    Dem Verlag sei Dank, dass er dieses Buch an den Leser weitergab. Es ist das umfassendste zum Thema Demenz, das ich je las. Der Leser wird nicht überfordert. Es gelingt Tilman Jens, die Balance zwischen beunruhigenden Informationen über Demenz und das Leben an sich bis zum Schluß zu halten. Das nimmt die Schwere weist auf Entscheidungen im Leben, die man nicht ignorieren sollte.

    Wer sich diesem Buch, auf der Suche nach Rezepten gegen das Vergessen nähert oder dem Drama eines intellektuell “gescheiterten” Lebens beiwohnen möchte, betrügt sich selbst um Erkenntnisse über das Leben.

    Wer den “Vatermörder” sucht ist hier am falschen Ort! Es gibt ihn nicht. Der Vatermord ist eine Erfindung Intellektueller, die sich plötzlich dessen bewußt werden, dass alles Eitel ist und nur eines zählt, lieben und geliebt zu werden.

    “Wenn einer alle Sprachen der Menschen und sogar der Engel spricht, aber keine Liebe hat, ist er doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke.” 1.Korither13
    Vielleicht hat Walter Jens das begriffen, er, der sich mit dem Neuen Testament beschäftigt. Was wissen wir denn schon von einem Menschen, der Stufe für Stufe in eine für uns fremde Welt gleitet. Eine Welt die wir alle mehr oder weniger fürchten, trennt sie uns doch vom Leben der anderen. Was wissen wir denn schon von denen, die noch auf dem von uns bestimmten Lebenspodest stehen?
    Und der Sohn? Er ist kein Vatermörder. Er erzählt die Lebensgeschichte seines Vaters. Das er ihn liebt beweist mir, wie er sich fragend dem Vater in Reflexionen über das gemeinsame und dessen Leben an sich nähert. Die Zeit des 3. Reiches gehört ebenso dazu wie die Tatsache, das zwei Frauen das Leben seines Vaters maßgeblich bestimmten:
    Anna, die Mutter, die den schwachen, kränkelnden Sohn nicht annehmen konnte, ohne in ihm das Feuer des Ehrgeizes zu entfachen: “Du mußt ein Geistesriese werden”
    Und am Ende seines Weges Inge, die Ehefrau, die, wie Anna Schwäche nicht erträgt und ihn verbal von sich abkoppelt: “Das ist nicht der Mann den ich geheiratet habe.” Nur Margit, die Haushälterin und Bäuerin findet Zugang zu ihm. Der Schwache findet endlich Frieden wird geerdet durch das von ehrgeizigen “Geistesmenschen” immer ein wenig belächelte einfache Leben.
    Brauchte er die Demenz um sich endlich vom Ehrgeiz anderer zu befreien, möchte ich provokativ fragen? Haben Beruhigung und Schlafmittel den Prozess der Menschwerdung verhindert, ihn in die Demenz getrieben ? Darin liegt für mich die eigentliche Tragik. Was wäre aus ihm geworden wenn Mutter Anna den kränkelnden Sohn einfach nur geliebt, ihn angenommen hätte wie er war und seiner Entfaltung liebevoll zugeschaut hätte ?
    Warum gibt der Pfleger Buntstifte und Papier und sagt, damit er was zu schreiben hat. Warum nicht einen Füllfederhalter oder Kugelschreiber? Warum bekommt er eine Puppe zum liebhaben? Ist denn keiner mehr da, der ihn liebevoll ansieht, umarmt, um ihm zu zeigen, dass er trotz Schwäche liebenswert ist? Oder waren das schon seltene Momente im Leben davor, nur Belohnung, wenn er erfolgreich war?
    Das Buch wirft viele Fragen auf, Fragen über die es sich lohnt nachzudenken – Lebensfragen.

    “Am Schreibtisch sieht alles ganz anders aus”, so Tilman Jens in seinem Buch über den Vater.
    Nein, er ist kein Vatermörder. Im Gegenteil, er schreibt über die Verwandlung eines Geistesriesen in einen Menschen, der lacht und weint. Vielleicht weint er über das verlorene Leben das ihm beim Besuch auf dem Bauernhof bewußt wird, dieses einfache zum anfassen und spüren.
    Es ist Tilman Jens gelungen ein Buch über Demenz in angemessener Form zu schreiben. Angemessen weil es nicht die Dramatik einseitig beschreibt, sondern im Kontext eines Lebens aufleuchten läßt.
    Medikamentenmißbrauch, Urteile und Vorurteile, Einseitigkeit, sogar im Urlaub steht der Geist nicht still und vielleicht alles nur weil das Gefühl geliebt zu werden Walter Jens nie wirklich berührte.

    Caro ist der beste… Gibt es einen sympathischeren Abschluß eines Buches, das ich mit Dankbarkeit gelesen habe?

  11. Heike Lüßen sagt:

    Lieber Herr Jens,

    vielen Dank für Ihre prompte Antwort!

    Mir geht allerdings die Sache mit der Parteimitgliedschaft Ihres Vaters nicht aus dem Kopf.
    Natürlich ist es für alle ein Schock, wenn jemand in dieser Partei war. Aber einen 19jährigen für seinen unüberlegten Entschluss dermaßen zu “verachten”, ist auch nicht richtig. Wobei Sie ihn ja nicht verachten, aber Sie sind eigentlich fassungslos, nicht wahr?
    Wissen wir immer noch, was wir mit 18 oder 19 Jahren gemacht haben??? Außerdem kann man doch auch seine Einstellungen zu bestimmten Themen ändern. Das soll das alles nicht entschuldigen, aber mir kommt der Gedanke immer dann, wenn irgendwelche Sachen von früher auftauchen (z.B. die Vergangenheit eines Joschka Fischers, er war doch auch damals ein junger Student auf Identitätssuche, etc.) Warum verurteilen wir immer so scharf die Jugendsünden?? Aber so ist das wohl im Journalismus: Man deckt zu gern vergangene Sünden auf.

    Wobei hier nicht die Zeit des Nationalsozialismus verschönt werden soll! Wir gehören der Generation an, die zu der Zeit nicht lebte, aber wer weiß was wir getan oder auch nicht getan hätten.
    Ich engagiere mich sehr für den Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus und bin mit einem kleinen Team immer auf Suche nach Themen aus der damaligen Zeit. Das Buch von Eli Wiesel aus seiner Zeit der Gefangenschaft in Auschwitz geht einem sehr unter die Haut (dies nur soweit zu Erklärung!)

    Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

    Herzliche Grüße
    Heike Lüßen

  12. Tilman Jens sagt:

    Sehr geehrte Frau Lüßen,

    haben Sie Dank für Ihre überaus freundlichen Zeilen. Insbesondere hat mich gefreut, dass Sie die kleine Hans-Mayer-Geschichte so genommen haben, wie sie war: als Rückerinnerung an eine höchst lebendige Kindheit (mancher psycho-gründelnde Feuilletonist hat eben diese Episode ja als Beleg einer tieftraumatischen Kindheit interpretiert, was – mit Verlaub – ziemlicher Quark ist).

    Beste Grüße von Frankfurt in den Taunus
    Ihres
    Tilman Jens

  13. Heike Lüßen sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens,

    heute habe ich Ihr Buch gelesen (da ich wegen Krankheit das Bett hüten musste, war es kein Problem es in eins durchzulesen), nachdem ich das von Ihrer Mutter “Unvollständige Erinnerungen” durchgelesen hatte. Ich war schon ganz gespannt, denn natürlich habe ich von der Kritik an Ihrem Buch (Vatermord, etc.) gelesen.

    Sie gehen etwas anders an die Krankheit Ihres Vaters heran als Ihre Mutter: etwas direkter, vielleicht auch schonungsloser als Inge Jens. Ich war sehr gerührt, hin und wieder standen mir die Tränen in den Augen. Aber Sie brachten mich auch zum Lachen, als Sie die Szene mit Ihrem Vater beschrieben, in dem der Vater Walter Jens ganz verschwörisch dem neunjährigen Tilman von Hans Mayers Flucht in den Westen erzählt. “Licht aus und gute Nacht. Und da lag ich nun mit Papis geheimer Botschaft. Mayer Leipzig. Flucht im Dunkeln. Große Zitterbacke. Immerhin, jetzt war es Gewissheit: Dichter und Denker leben gefährlich.”

    Über die Demenz schreiben Sie ganz einfühlsam und beobachtend, sehr betroffen und manchmal ratlos, aber auch mit zärtlicher Liebe für Ihren Vater. “Manchmal huscht ein Lachen über sein Gesicht, wenn wir uns sehen. Vor ein paar Wochen hat er mir beim Abschied wie früher ein leises ‘Tschüß, mein Jung’ nachgerufen.”
    Ich kann mir das richtig vorstellen mit einem leichten Hamburger Snack oder hat er den norddeutschen Tonfall nicht mehr?

    In meiner Familie habe ich die Demenz meiner Großmutter miterlebt. Sie wurde stolze 96 Jahre alt. Aber ihre letzten 3 Jahre waren von Demenz gezeichnet. Und dann auf einmal war sie wieder ganz klar und erkundigte sich nach ihren Urenkeln. Auch sie sagte uns immer, dass sie nicht mehr könne…..

    Mit Ihren Eltern habe ich mich immer verbunden gefühlt, das Buch “Frau Thomas Mann” habe ich gerne gelesen. Wobei ich viel von Thomas Mann aber auch über die Manns gelesen habe.
    Nun fange ich an, über die Familie Jens zu lesen. Denn das Buch “Menschenwürdig sterben” von Hans Küng und Walter Jens liegt jetzt zum Lesen bereit.

    Grüßen Sie ganz herzlich Ihre Mutter, am liebsten würde ich ihr ein paar Zeilen zukommen lassen.

    Herzliche Grüße aus dem Taunus
    Heike Lüßen

  14. Tilman Jens sagt:

    Liebe Raika,

    zunächst einmal: ich freue mich über den ersten kritischen Beitrag in diesem Forum (endlich!), auch wenn er sich zu einem Großteil mit meinem Goethebuch aus dem Jahr 1999 befasst. Widersprechen möcht ich trotzdem: nein, ich bin kein Haar-in-der-Suppe-Sucher, aber damals im Goethe-Jubel-Jahr auf das nicht selten menschenverachtende Verhalten unseres Dichter-Heroen in einer bekennenden “Schmähschrift” hinzuweisen, das schien mir in der Tat reizvoll. Was nun meinen kranken Vater und das Demenz-Buch betrifft: ja, eine Auseinandersetzung mit einem geliebten Menschen ist das schon, aber gewiss keine Abrechnung. Ich habe aus nächster Nähe beobachtet, wie mein Vater, nachdem die per se läppische NSDAP-Mitgliedschaft eines 19jährigen bekannt wurde, psychisch zerbrochen ist, wie die “Macht der Erinnerung” (so ein Titel eines Redenbandes)fortan unaufhaltsam erlosch. Nicht zuletzt diesen Prozess habe ich, wie ich glaube: ohne Vorwurfs-Haltung, in meinem Text beschrieben. Mir ging es dabei um Erklärung, ganz gewiss aber nicht um Schuldzuweisung.

    Ein wenig lachen musste ich übrigens schon, als ich Ihren Satz las, dass Sie wohl doppelt so alt wie ich sind. Nun ja, ich werde – heute! – 55…

    Herzliche Grüße
    Ihres
    Tilman Jens

  15. Raika sagt:

    Hier auf dieser Seite sind nur positive Stimmen zu Ihrem Buch. Sicherlich war es (das Buch) auch nötig.

    Nicht nötig war Ihre unterschwellig auch kritische Vater-Auseinandersetzung, wenn Derartiges wohl auch zu Ihnen gehört. Ich habe im Internet mal nach Ihnen recherchiert + den Eindruck gewonnen, dass in Ihnen etwas wie ein permanent (die Haare in der Suppe Sucher) steckt. Für vieles entschuldigt Ihre Jugend. Bei Ihrem Goethe-Buch habe ich lachen müssen: Ich bin wahrscheinlich doppelt so alt wie Sie und Kenne viele Dichter (auch persönlich). Ich kann Ihnen versichern, das dabei nicht ein Einziger war, den man als Person für rundherum sympathisch + fehlerfrei finden konnte. Daher war bei Goethe, mit seinen vielen Beziehungen + Neidern + seinem langen Leben + seinem Ehrgeiz auch gar nichts anderes zu erwarten. Mir fällt dabei als erstes Hermann Hesse ein: Aus den Büchern seiner Frau kann man erfahren, welch fürchterlich Ergomane er war – lesen Sie das mal selbst. Weitere Ratschläge und Hinweise gebe ich Ihnen lieber nicht, sonst kriegen noch mehr ihr Fett weg, das dann ihren Heiligenschein verdunkelt. Was gilt – ob menschlich fragwürdig oder nicht – ist letztlihch NUR das Geschaffene; da steigt meine Hochachtung für Goethe (oder auch den menschlich fragwürdigen TH. Mann) von Jahr zu Jahr, in dem ich sie immer wieder lese.
    Übrigens: Hinsichtlich Ihres Vaters empfinde ich die Demenz als schicksalsgewollt; meine lückenenhaften Kenntnnise seiner Biographie scheinen mir zu sagen, dass er ein Stadium wie dieses in seiner Kindheit wohl nicht hatte + es nun nachholen darf.
    Trotzdem füchte ich für mich selbst nichts mehr als in die Demenz zu verfallen + hoffe, dies bei den ersten Anzeichen selbst “abwenden” zu können,
    Raika

  16. Edgar Brenninkmeyer sagt:

    Sehr geehrter Herr Jans,

    ich lebe seit langem ausserhalbd Deutschlands, in bin gegenwaertig als SHospice-Seelsorger in Kalifornien taetig. Meine Teamgenossen und ich machen Hausbesuche bei Patienten und Familien. Unter ihnen sind es nicht wenige, die, wie Ihren Vater, an Demenz leiden – der oder die Kranke wie die Familie gleichermassen. Ich bin dieser Tage zu Familienbesuch in Deutschland, und habe mir gestern Ihr Buch gekauft und am Abend, und dann heute seit dem fruehen Morgen zu Ende gelesen. Ich bin sehr beeindruckt. Und vor allem: ich bewundere Ihren Mut, ueber Demenz oeffentlich so zu sprechen und zu schreiben wie Sie es getan haben. Freilich, ich bin bereits zu lange aus Deutschland fort, um die erregte Debatte, die Ihr Buch ausgeloest hat, in angemessener Weise zu Orten. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich Ihr Buch nicht nur als Ausdruck von “witness”, sondern auch von “with-ness” schaetze. Ich reise bald wieder in die USA zurueck, und Ihr Buch wird nicht im Gepaeck sein(ich werde es der oertlichen Pfarrbibliothek schenken) – um so mehr aber nehme ich es als innerliches Geschenk mit, das ich in meiner ‘With-ness” mit meinemn Hospice-patienten und -Familien teilen werde. Ich wuensche Ihrem Vater, dass er noch viele Momente von Freude und Glueck erleben darf, und Ihnen, Ihrer Mutter und Familie alles Gute

  17. Tilman Jens sagt:

    Liebe Frau Fischer,

    Ihre Zeilen, gerade über die (inzwischen allerdingss deutlich leisere) Kritik haben gut gwetan. Ja, das war ein ganz besonderer Abend in Wangen mit einer langen, intensiven Diskussion und weit über hundert Besuchern – obwohl es eigentlich Biergartenwetter war…

    Die Zahlen, die Sie nennen (70 Prozent der Altenheimbewohner leiden an Demenz) sagen in der Tat eine Menge aus, wobei in meinen Augen der eigentliche Skandal ist, dass die Möglichkeit einer privaten Pflege in diesem Land noch immer von der ökonomischen Situation des Patienten, bzw. dessen Familie abhängt. Mehr noch: Privatpflege, wie sie mein Vater genießt, wird im etablierten System regelrecht bestraft. Ein Pflegedienst, wie die Diakonie, würde nach dem geltenden Satz für die Pflegestufe 3 honoriert, unsere Magit Hespeler aber, deren wunderbaren, humanen Einsatz ich in meinem Buch beschreibe, bekommt nur einen Bruchteil des Pflegesatzes. Die große Differenz müssen wir selber tragen.

    Herzliche Grüße
    Tilman Jens

  18. Brigitte Fischer sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens, Sie haben in Wangen ihr Buch vorgestellt. Leider konnte ich zu dieser Lesung nicht kommen. Ich arbeite in einem Alten-und Pflegeheim und hatte Dienst.Mein Hausarzt war bei der Buchvorstellung und hat mich darauf angesprochen.Daraufhin habe ich mir das Buch gekauft und gelesen.Ich bin tief beeindruckt. Wir, meine Geschwister und ich haben sehr ähnliches mit unserem Vater erlebt.
    Unser Vater, übrigens auch aus Tübingen,war Gymnasiallehrer. Deutsch, Latein und Altgriechisch. Er hatte unendlich viele Bücher,war geistig unglaublich rege und beweglich bis ins hohe Alter.Er hat noch bis 84 Vorträge ect. gehalten.Um so größer war der Schock für uns damals, wie rapide es dann mit ihm abwärts ging.
    Jemand, der soetwas nicht selbst erlebt hat, kann den Schmerz nicht nachvollziehen, wenn der eigene Vater seine Kinder nicht mehr erkennt.
    Ganz zu schweigen von den sonstigen , sehr peinlichen Episoden, bei Festen o.ä.
    Mein Vater ist bis zu seinem Tod, mit 89 Jahren,
    von uns Kindern versorgt worden.
    Ich finde es großartig, daß Sie dieses Buch in dieser Klarheit geschrieben haben.Kritiker sollten einmal in ein Altenheim kommen und sich umschauen.Die Alzheimer/Demenzkranken werden in naher Zukunft unsere Heime füllen. Heute sind es schon nahezu 70% Denn nicht jeder ist bereit,oder kann seine Angehörigen in diesem Zustand zuhause versorgen.Für viele ist es auch beschämend.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie weiterhin viel Kraft und alles Gute.
    Ihre Brigitte Fischer

  19. Lieber Herr Jens
    Für Ihre Antwort möchte ich mich sehr bedanken.

    Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist bis heute noch nicht genügend erforscht. Die Väter mussten sich lange Zeit “wichtigeren” Dingen zuwenden, als der Kindererziehung. Doch die Liebe zwischen Eltern und Kind ist von Natur aus gegeben. Das ist ein Faktum, den niemand ehrlich in Frage stellt. So ist es nur richtig, wenn Sie Ihren Vater lieben. Ich kenne keinen Menschen, der seine Eltern nicht liebt. Das ist ja auch nicht was Sie mit dem Buch sagen wollten, vielmehr haben Sie ein Thema angeschnitten, dass viele Familien beschäftigt und auch in arge Not bringt.

    In unserer Publikation “die Denke” Mai 07 habe ich einen Aufsatz über Selbstachtung und Selbstverachtung geschrieben. Er beschreibt Kindheit und Krieg, über das Schweigen, das Verdrängen der Kriegserlebnisse der Väter und die fatalen Folgen die bis heute in den Familien weiter wirken.
    Ich freue mich auch eine weitere Auseinandersetzung und grüsse Sie

    Kyra A. Richiger

  20. Tilman Jens sagt:

    Liebe Frau Richiger,

    haben Sie Dank für Ihre ermutigende Zuschrift. Mich hat, gerade bei vielen Reaktionen aus dem etablierten Feuilleton, auch sehr verblüfft, wie schnell mein Nachdenken über den Vater geradezu kriminalsiert wurde. Wie oft kam da der, wie ich finde, ebenso ungerechte wie unverschämte Vorwurf des Vatermords! Ich habe dieses Delikt gewiss nie begangen, es ging mir niemals darum, meinen Vater bloßzustellen, zu demontieren, whatsoever. Ist die Tatsache, dass er heute gewindelt werden muss, ehrenrührig? Darf ein liebender Sohn – und ich liebe meinen Vater wirklich sehr – nicht auch Fragen stellen, ohne gleich das vierte Gebot zu verletzen – ergo: zum Sündcer zu werden? Ich jedenfalls habe vor, mich mit dem ja seit der Antike virulenten Stigma des Vatermords in einem neuen Buch zu beschäftigen.

    Gruss in die Schweiz!
    Tilman Jens

  21. Kyra A. Richiger sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens
    Ich habe das Buch „Demenz“ mit großem Interesse gelesen. Die Passage über den Nachbarn in Ihrer Kindheit der in so verschiedenen Rollen gelebt hat, hat mich tief berührt. Darum finde ich Ihr Buch so wichtig, denn wir haben noch viel Unwissen über die Zusammenhänge der Lebensgestaltung nicht erkannt und tappen im Dunkeln, lassen Menschen im Stich und stellen auch falsche Diagnosen. (Z.B. kann anhaltender Streit in einer Partnerschaft auch zu „Demenz“ führen)
    Für mich ist es fast unerträglich, dass wir heute immer noch die „Würde“ (Verhalten) der Eltern nicht antasten dürfen, doch die Eltern dürfen und können mit den Kindern, auch mit den Erwachsenen Kindern, tun und lassen was ihnen eben beliebt.
    Hier liegt eine Herausforderung auf der jüngeren Generation. Wenn wir das nicht erkennen, werden wir ähnliche Verhaltensmuster an die nächste Generation weitergeben und es wird nicht gut werden.
    Den Anfang haben Sie gewagt. Nun hoffe ich, dass es weitergeht. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen wieder von Ihnen zu lesen, oder zu hören.

    Freundliche Grüsse aus Rüschlikon CH

    Kyra A. Richiger
    http://www.diedenke.ch

  22. Tilman Jens sagt:

    Liebe Frau Maioglio,

    haben Sie Dank für Ihre freundlichen Zeilen – Ihr “Lob der Mütter” hab ich gleich an die meine weitergeleitet. Zur bösen Reaktion mancher Feuilletonisten (es gab aber, siehe z.B. die NZZ, auch freundliche Stimmen): ich denke, das ist recht aufschlussreich. Die Kritiker, die etwa das Benennen des Umstands, dass mein Vater heute gewindelt werden muss, für entwürdigend oder gar vatermörderisch halten, zeigen damit in erster Linie, daß sie meinen Vater immer nur als Intellektuellen bewundert, nie aber als Mensch gesehen haben. Das freilich ist nicht mein Problem.

    Beste Grüße
    Ihres
    Tilman Jens

  23. Ulrike Maioglio sagt:

    Sehr geehrter Herr Jens,
    Ich habe mir Ihr Buch gekauft, da mein Vater seit Jahren dement ist. Ich wollte einfach mal wissen, wie jemand anders das sieht und erlebt.
    Ich muss gestehen, dass ich weder von Ihnen noch von Ihrem Vater je etwas gehört hatte (was daran liegen kann, dass ich seit fast 30 Jahren im Tessin lebe). Ich bin also ganz unvoreingenommen an Ihr Buch herangegangangen, für mich war es einfach die Erfahrung, die ein Sohn mit seinem Vater macht.
    Es gibt viele Parallelen zu “meinem Fall”. Auch mir antwortet meine Mutter am Telefon oft “ach, es geht”. Diese Antwort scheint Sie zu nerven, aber was soll Ihre Mutter denn sagen? Sie schafft es ja doch noch irgendwie, also “geht’s”.
    Diese Mütter sind zu bewundern, wie sie das schaffen. Meine Mutter ist über 80 und pflegt meinen 93-jährigen Vater, der seit einem Krankenhaus-Aufenthalt Anfang des Jahres wegen Lungentzündung fast nur noch im Bett liegt. Er hat keine Kraft mehr, um sich aufzurichten, und sie kriegt ihn nicht allein von der Bettkante auf den Rollstuhl. Der Pflegedienst kommt morgens und abends, aber dazwischen muss sie allein zurecht kommen. Mein Bruder schaut vorbei, so oft er kann; ich bin weit vom Schuss
    und kann nur 2 bis 3 mal im Jahr zu meinen Eltern ins Ruhrgebiet fahren.
    Zurück zu Ihrem Vater: ich hoffe, er kann noch mit seiner Margrit Ausflüge unternehmen und sich des Lebens freuen. Es wird die Zeit kommen, leider, wo er das nicht mehr schafft. Schön, dass er diese Pflegeperson hat, ein Glücksfall, auch für Ihre Mutter.
    Kompliment für Ihr Buch, es ist wunderbar geschrieben, ich habe es trotz und alledem gerne gelesen.
    Warum illustre Zeitgenossen Ihnen da üble Motive unterschieben wollen (habe im Goggle so einiges gelesen), ist mir schleierhaft – oder ist es diese Besserwisserei, die scheinbar in Intellektuellen-Kreisen herrscht?
    Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie.

    Ihre Ulrike Maioglio

    P.S. Meine Mutter heisst Inge und mein Bruder heisst Tilmann.

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